Robert Falcon Scott: die letzten Einträge
Die Gruppe um Robert Falcon Scott erreichte den Südpol am 17. Januar 1912 und musste feststellen, dass Roald Amundsen fünf Wochen vor ihnen dort gewesen war. Auf dem Rückweg starben die fünf Männer einer nach dem anderen – an Kälte, Hunger und Erschöpfung. Scott schrieb bis Ende März in sein Tagebuch, in einem Zelt nicht weit von einem Vorratslager, das sie nicht mehr erreichten.
Das Zelt wurde im November 1912 gefunden. Die Tagebücher erschienen 1913 als Scott’s Last Expedition; die Handschrift liegt heute in der British Library. Die letzten Seiten sind ebenso Briefe wie Tagebucheinträge: an die Familien seiner Gefährten, an seine Frau, an die Öffentlichkeit.
Was es lehrt. Ein Tagebuch, das man nur für sich schreibt, kann zum einzigen Bericht darüber werden, was geschehen ist. Scott schrieb weiter, weil eine Aufzeichnung das Letzte war, was er noch schaffen konnte.
Ein Essay der TAEONIA-Redaktion. Zitiert wird nur aus gemeinfreien Texten.
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