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Samuel Pepys

Pepys 1667–1669: Druck, Vergnügen, letzte Einträge

Zeitraum: 1667–1669

Verantwortung und Vergnügen bleiben verflochten

In den späten Jahren wird die Arbeit anspruchsvoller und die Prüfung durch andere schärfer, doch das Tagebuch trennt deshalb nicht plötzlich zwischen Amt und Privatleben. Aufführungen, Mahlzeiten, Ärger im Haus und dienstliche Sorgen stehen weiter nebeneinander. Lesen Sie diesen Abschnitt eher auf seinen Rhythmus von Seite zu Seite hin als auf eine Schlussbotschaft. Ein Tagebuch wird nicht dadurch zur Lebenserinnerung, dass seine letzten Seiten erhalten sind und sich rückwärts als Ende lesen lassen.

Ein Geschenk und eine Entscheidung

Der Neujahrstag 1669 beginnt nicht mit einem Vorsatz, sondern mit einer silbernen Bettpfanne von einem Kapitän und der offenen Frage, ob man sie annehmen soll. Pepys notiert den Zweifel und nennt seinen Grund nicht. Genau das ist bemerkenswert: Die Stelle zeigt, wie Amt und Zuwendung sich berühren, ohne dass der Leser berechtigt wäre, aus zwei Zeilen ein Urteil über Bestechlichkeit zu machen. Wo die Quelle schweigt, schweigt auch der Kommentar.

Wenn das Schreiben selbst bedroht ist

Am 31. Mai 1669 bricht das Tagebuch ab. Der Grund liegt nicht in einem Ereignis, sondern in den Voraussetzungen des Schreibens: Pepys fürchtet um seine Augen und rechnet damit, künftig auf fremde Hand angewiesen zu sein. Damit ändert sich, was er über sich sagen kann. Ein tägliches Protokoll hängt an Zeit, Gesundheit, Ruhe und daran, wer mitliest — für alle, die ein Tagebuch schon einmal abgebrochen und wieder aufgenommen haben, sind diese Zeilen der verständlichste Teil des ganzen Werks. Die Sorge ist übrigens als Sorge zu lesen und nicht als festgestellte Erblindung.

Frage für das eigene Tagebuch

Was würde sich an Ihrem heutigen Eintrag ändern, wenn ihn jemand anderes aufschreiben oder später lesen würde?

Auszüge aus diesem Zeitraum

Kurze Auszüge aus den Ausgaben, die auf der Führungsseite genannt sind. Ein Auszug, der mitten im Satz endet, ist ein Auszug und kein vollständiger Eintrag. Der englische Wortlaut folgt der Ausgabe, die deutsche Übersetzung ist redaktionell.

1. Januar 1669

Up, and presented from Captain Beckford with a noble silver warming-pan, which I am doubtful whether to take or no.

Übersetzung: Auf; von Kapitän Beckford eine prächtige silberne Bettpfanne überreicht bekommen, bei der ich zweifle, ob ich sie annehmen soll oder nicht.

Das Jahr beginnt nicht mit einem erhabenen Vorsatz, sondern mit einem praktischen Zögern. Ausgabe

31. Mai 1669

And thus ends all that I doubt I shall ever be able to do with my own eyes in the keeping of my journal

Übersetzung: Und damit endet alles, was ich, wie ich fürchte, mit meinen eigenen Augen je für die Führung meines Tagebuchs werde tun können

Der letzte Eintrag macht aus dem Verlust des eigenhändigen Schreibens eine Frage von Selbstbild und Privatheit. Ausgabe

Ein Essay der TAEONIA-Redaktion. Zitiert wird nur aus gemeinfreien Texten.

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