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Samuel Pepys

Pepys 1661–1664: Dienst, Haushalt, Stadtleben

Zeitraum: 1661–1664

Die Jahre, in denen nichts Weltbewegendes passiert

Zwischen dem ersten Jahr und den Krisenjahren liegt der längste Abschnitt des Tagebuchs, und er ist der unauffälligste. Termine, Rechnungen, Bücher, Aufführungen, Streitigkeiten, Anschaffungen und eine wachsende Menge Verwaltungsarbeit füllen die Seiten. Wer nur nach berühmten Begegnungen sucht, findet hier wenig. Wer wissen will, was jemand wahrnimmt, wenn öffentlich gerade nichts Dramatisches geschieht, findet hier am meisten.

Wovon dieser Zeitraum erzählt

Die Arbeit verschiebt sich vom Antichambrieren zum eigenen Zuständigkeitsbereich, der Haushalt wird eingerichtet, das Vergnügen kostet Geld, und die Frage nach dem Stand der eigenen Angelegenheiten kehrt in regelmäßigen Abständen wieder. Interessant ist weniger die einzelne Ausgabe als der Abstand zwischen dem Vorsatz, alles im Blick zu behalten, und der Neigung, eine unangenehme Abrechnung noch etwas liegen zu lassen. Auch Geld, Genuss und Ansehen im Amt lassen sich in diesen Jahren nicht sauber voneinander trennen; sie kommen gemeinsam vor, weil sie gemeinsam erlebt wurden.

Worauf beim Lesen zu achten ist

Ein Tagebuch gewinnt seine Bedeutung durch Anhäufung. Ein einzelnes Mittagessen, ein einzelner Kauf sagt kaum etwas; ein Jahr davon beginnt Vorlieben, Verpflichtungen und Gewohnheiten offenzulegen. Lesen Sie diesen Abschnitt deshalb nicht auf Höhepunkte hin, sondern auf Frequenzen: Was taucht wieder auf, was verschwindet, was wird zum ersten Mal erwähnt und dann selbstverständlich. Was hier steht, ist eine redaktionelle Lesart der genannten Ausgaben; verglichen wird nur, was in diesem Zeitraum tatsächlich vorliegt.

Frage für das eigene Tagebuch

Welche Prüfung schieben Sie gerade vor sich her, weil Ihnen das Ergebnis unangenehm sein könnte — und was schreiben Sie stattdessen auf?

Auszüge aus diesem Zeitraum

Für diesen Zeitraum liegt in den verwendeten Ausgaben noch kein geprüfter Auszug vor. Die Anmerkungen oben stützen sich auf die Beschreibung des Abschnitts im redaktionellen Quellpaket, nicht auf hier abgedruckte Einträge.

Ein Essay der TAEONIA-Redaktion. Zitiert wird nur aus gemeinfreien Texten.

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